18. November 2018, 20:35 Uhr  
 

Was ist Ringen?

Ringen ist eine Kraft- und Kampfsportart deren Geschichte bereits vor einigen tausend Jahren begann.

HISTORISCHES

So gab es bereits 3000 Jahre vor unserer Zeitrechnung im alten China Ringerschulen. Wandbilder in Ägypten die ungefähr 2000 Jahre v. u. Z. angerfertig wurden, zeigen beispielsweise Ringkämpfer mit bereits ausgeprägten Kampfttechniken. Und ab 708 v. u. Z. war Ringen im Pentathlon Bestandteil der Olympischen Spiele der Antike.

ZIEL

Das Ziel im Ringen besteht darin, den Gegner auf beide Schultern zu zwingen oder falls dies in einer bestimmten Zeit nicht gelingt, mehr Punkte - die für Wurf- und Grifftechniken verteilt werden - als der Gegner zu erhalten.

STILARTEN

Beim Ringen wird zwischen zwei Stilarten unterschieden:

  • Griechisch-Römisch (GR):
    Nur der Körper oberhalb der Gürtellinie dient als Angriffsfläche.
     
  • Freistil (FR):
    Der gesamte Körper dient als Angriffsfläche, dass heißt es sind beispielsweise auch Angriffe mit und gegen die Beine erlaubt. Ringkampf für Mädchen und Frauen findet ausschließlich in dieser Stilart statt.
     

In beiden Stilarten sind alle Aktionen, die die Gesundheit eines Ringers gefährden können (bspw. Schlagen, Treten, Würgen, etc.) natürlich strengstens verboten. Zum Besiegen des Gegners werden lediglich Techniken wie Würfe, Schleudern und Hebel eingesetzt.

ABLAUF EINES KAMPFES

Der Ringkampf findet meist auf einer quadratischen Matte statt. Auf dieser ist ein kleiner Kreis mit einem Durchmesser von ca. 3 Metern für die Kämpfer zur Orientierung aufgedruckt und ein größerer aufgedruckter Ring mit ca. 6 Metern Durchmesser begrenzt den Kampfbereich auf der Matte. Die Kampfleitung und Punktewertung für Griffkombinationen übernimmt der Kampfrichter oder ein entsprechendes Kampfgericht aus mehreren Kampfrichtern. Ein Kampf dauert international sowie bei Turnierkämpfen drei Runden und bei Mannschaftswettkämpfen fünf Runden. Wobei jede Runde zwei Minuten andauert.

Eine Runde gewinnt derjenige vorzeitig, der völlig unabhängig vom Gesamt-Punktestand, zwei 3-Punkte-Wertungen oder eine 5-Punkte-Wertung erzielt. Sechs Punkte Unterschied beendet ebenfalls die Runde. Punkte gibt es wie bereits erwähnt für erfolgreich durchgeführte Griffkombinationen. Beendet keiner der beiden Kontrahenten die Runde vorzeitig, siegt bei Punktgleichheit der Ringer mit den wenigsten Verwarnungen. Bei weiterem Gleichstand entscheidet die höchste Einzelwertung - sind diese weiterhin gleich hoch, bestimmt die letzte erzielte Wertung den Sieger.

Sieger des Kampfes ist, wer als Erster zwei bzw. drei Kampfrunden gewonnen hat oder unabhängig der gerungenen Runden den Gegner auf die Schultern gezwungen hat. Der Schultersieg beendet den Kampf also sofort.

ALTERS- & GEWICHTSKLASSEN

Beim Ringen wird jeder Kämpfer in eine Alters- und Gewichtsklasse eingeteilt. Teilnehmer der gleichen Alters- und Gewichtsklasse ringen gegeneinander. Folgend die Aufstellungen der Alters- und Gewichtsklassen.

AltersklasseAlterGewichtsklassen
   
Jugend E6-7 Jahre19, 21, 23, 25, 28, 31, 34, 38, 42, 46, 50 kg
Jugend D8-10 Jahre21, 25, 27, 29, 31, 34, 38, 42, 46, 50, 54 kg
Jugend C11-12 Jahre25, 27, 29, 31, 34, 38, 42, 46, 50, 54, 63 kg
Jugend B13-14 Jahre34, 38, 42, 46, 50, 54, 58, 63, 69, 76 kg
Jugend A15-17 Jahre42, 46, 50, 54, 58, 63, 69, 76, 85, 100 kg
Junioren17-20 Jahre50, 55, 60, 66, 74, 84, 96, 120 kg
Senioren17 Jahre und älter55 , 60, 66, 74, 84, 96, 120 kg
   
weibl. Schüler6-12 Jahre19, 21, 23, 25, 27, 29, 31, 34, 38, 42, 46, 50, 54, 63kg
weibl. Jugend13-17 Jahre34, 38, 40, 43, 46, 49, 52, 56, 60, 65, 70 kg
weibl. Aktive18 Jahre und älter44, 48, 51, 55, 59, 63, 67, 72 kg
   

Diese Alters- und Gewichtsklassifizierung kann in den Landesverbänden verschieden geregelt sein. Für eigen organisierte Turniere können auch andere Klassifizieren gelten, die dann in den jeweiligen Wettkampfausschreibungen bekannt gegeben werden. Quelle der oben genannten Klassifizierung: 'http://www.sachsenringer.de/uploads/RVS_Handbuch/RVS-Handbuch Nr03 Anlage Alters-und Gewichtsklassen.pdf'.

GESUNDHEITLICHE ASPEKTE

Ringen bietet als Sportart vor allem für Kinder und Jugendliche beste Voraussetzungen, körperliche und geistige Fähigkeiten zu entwickeln:

  • Charaktereigenschaften wie Zielstrebigkeit, Mut und Ausdauer, die im Alltag hilfreich sind, werden beim Ringen entwickelt
     
  • Ziele sind die Entwicklung eines Körperbewusstseins, eine Steigerung der Ausdauer und der sportmotorischen Fähigkeiten sowie die Freude an der Bewegung
     
  • Vermittlung des Gemeinschaftsgefühls
     
  • Die 5 motorischen Grundeigenschaften Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Koordination und Beweglichkeit werden auf hervorragende Weise trainiert
     
  • Ringen ist daher bestens als Präventionsmaßnahme gegen Übergewicht und Haltungsschwäche geeignet
     
  • Durch Ringen wird die Wiederherstellung des Gleichgewichts zwischen Aufnahme und Verbrauch von Energie sowie die Steigerung des Freizeitenergieverbrauchs gefördert
     

FLYER DES DEUTSCHEN RINGERBUNDES

Mehr zum Thema Ringen gibt es auch hier im Flyer des Deutschen Ringerbundes 10 Gründe für das Ringen.

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